Worauf der Züchter achten KANN

Honigstapelung
Ein sehr wichtiges Merkmal in der Praxis. Der Nektar muss stetig oben gelagert werden.  Ein Verhonigen des Brutnests ist nicht akzeptabel.

Bautrieb
Auch nicht zu verachten. Je mehr Mittelwände ausgebaut werden umso besser. Allerdings zählt hierbei auch die Qualität – siehe Wirrbau.

Pollensammeltrieb
Manche Völker neigen zu erhöhter Pollensammelung, selbst wenn Nektartrachten nutzbar sind. Das sollte züchterisch ausselektiert werden, oder aber selektiert um Linien zur Pollenproduktion zu bekommen.

Wabenstetigkeit
Der Imker schätzt Bienen, die nicht von der Wabe laufen, wenn mal eine beiseite gestellt wird. Gute Zuchtlinien zeigen auf Brutwaben einen ausgeprägten Hang zum „Shielding“, d.h. zum Abdecken der Brut durch die Arbeiterinnen.

Propolis
Kein Propolis ist zu wenig! Während der Saison ist ein wenig Propolis absolut normal und wünschenswert. Nach der Sommersonnenwende soll das Volk sogar Propolis zur Abdichtung des Stockes verwenden. Ein regelrechtes Verkleben aller beweglichen Teile ist bei der Bearbeitung sehr hinderlich und nicht zu dulden.

Wirrbau
Die Gleichmäßigkeit des Baues, insbesondere bei Mittelwänden mit kleineren Zellmaßen.  Beim Naturbau werden Völker geschätzt, die sehr willig und gleichmäßig bauen. Das Anlegen von Wachsbrücken zwischen den Rähmchen, sowohl horizontal als vertikal muss minimal sein.

Hochdeckelung
Eine weisse Deckelung des Honigs ist ein wesentlicher betriebstechnischer Vorteil bei der Gewinnung des Honigs. Hier mache ich keine Kompromisse. Nassdeckelung wird nicht geduldet.

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