Die einst in Deutschland heimische Biene ‚apis mellifera mellifera‘ erlebt wieder eine gewisse Renaissance. Bislang hatte ich mit dieser Biene (Linien Alpenland und Belgien) kein Glück, was mir sehr leid tut. Kaum ein Volk winterte erfolgreich aus. Möglicherweise lag es daran, dass die eingeweiselten Königinnen im Herbst immer zaghaft mit der Eilage begannen. Die Brutnestanlage war stes sehr kompakt,  kreisförmig auf der Mitte der Wabe, anders als bei Carnica oder Buckfast, die meist fluglochnah beginnen und in einem Radius nach hinten wandern. Das Verteidigungsverhalten ist kaum erhöht. Trachtflüge werden weiter über den Tag ausgedehnt. Bei mir waren die Bienen recht kurzlebig.

Bei den Sammelaktivitäten gab es am gleichen Stand deutliche Unterschiede zwischen Buckfast und Dunklen Bienen.  In einem Jahr sammelten nur die Dunklen Bienen Honig von der Linde. Die Buckfastvölkern nicht. Nur das zwischen den Dunklen Bienen stehende Buckfastvolk sammelte auch von der Linde, wahrscheinlich verflogen sich Dunkle Bienen dorthin und leiteten dieses Volk zur Linde um.

Die Verhaltenseigenschaften der Dunklen Völker waren tatsächlich anders. Die Völker hatten einen „anderen Charakter“ als Carnica- oder Buckfastvölker. Das soll keine Wertung darstellen, eher zeigen, dass hier möglicherweise andere Betriebsweisen nötig sind.

Nachtrag 2014: In diesem Jahr bekommen die Dunklen eine neue Chance. Mal sehen wie sie sich im vierten Anlauf machen.

Update 2014: Drei schicke Damen aus einem Mellifera-Schutzgebiet sind angekommen und die ersten Kinder schon geschlüpft. Erster Eindruck der Königinnen bei der Anlage des Brutnests ist sehr positiv

Update Spätwinter 2015:

Braunelle