Viele Fragen erreichen mich zu dieser „Rasse“. Um es klar zu sagen, die Elgon-Biene ist eine Zuchtlinie der Buckfast.

Sie wurde von Erik Österlund in Schweden auf der Grundlage seines Importes von Eiern und Sperma der Monticola-Biene aus Kenia erstellt. Die erzeugten Königinnen wurden mit den bestehenden Buckfastlinien angepaart und selektiert. Erik selektierte nach den Regeln der Kombinationszucht eine sehr krankheitsfeste Zuchtlinie die mittlerweile in ganz Europa einen sehr guten Ruf geniest. Bei der Selektion wurde keinerlei Rücksicht auf irgendwelche Körpermerkmale gelegt (Farbe, Haarlänge, etc.). In Schweden wird mittlerweile nur noch auf Vitalität in Verbindung mit Produktivität und Sanftmut selektiert. Belegstellen werden kaum noch verwendet, da die sehr geringe Bienendichte dies nicht notwenig macht. Erik verwendet eine intelligente Anordnung seiner Stände um eine Anpaarung innerhalb seiner Zuchtlinie sicherzustellen.

Bei uns zeichnet sie sich durch eine sehr hohe Krankheitsfestigkeit aus. Honigleistung ist auf gutem Niveau, die Sanftmut verhält sich wie bei allen guten Zuchtstämmen sonst auch. Schwarmtrieb schwankt zwischen durchschnittlich und nicht vorhanden. Die Fähigkeit Naturbauwaben perfekt zu erstellen ist besonders ausgeprägt! Kleinzellige Mittelwände werden meist gut ausgebaut. Bei manchen Linien stellten wir jedoch die Neigung fest den Honig zu brutnestnah zu lagern, sowie tief zu verdeckeln. Die Frühjahrsentwicklung vieler Elgonstämme verläuft vergleichsweise verhalten.

Von manchen Leuten wird immer wieder eine „Varroatoleranz“ ins Spiel gebracht. Das ist etwas gewagt, denn die behandlungsfreie Imkerei wird in Deutschland sicher nicht durch eine „besondere Bienenrasse“ möglich. Bitte bitte glauben Sie NICHT, Ihre Varroaprobleme würden sich durch das Imkern mit dieser Biene erledigen!! Aber, durch die hohe Krankheitsresistenz haben Elgonbienen beste Voraussetzungen Sekundärinfektionen zu bewältigen, die der Varroabefall mit sich bringt. In der Tat waren es häufig Elgonvölker die bei unseren Vitalitätstests am längsten überlebten. Andere Herkünfte versagten dabei beinahe umgehend (sämtliche Carnica) , „normale“ Buckfast hielten lange gut mit. Eine „Wunderbiene“ ist sie jedoch nicht, die wirds aber auch nie geben …

Ich habe Elgonbienen oder Bienen mit Monticolaabstammung seit 2003 in meinen Völkern. Seit 2002 hatten wir auf der Belegstelle Hausberg vier Mal Völker mit Monticolaabstammung. Deshalb ist in allen meinen Zuchtlinien mehr oder weniger davon enthalten. Das wirkt sich definitv nicht nachteilig aus!