Es kommt gerade die Suche rein „Überwinterung Dadant wieviele Rahmen“.

Gar nicht so leicht zu beziffern, aber grundsätzlich ist es einfach, nämlich: „So viele wie nötig“.

Ja, wieviele brauche ich denn? Wir ja jetzt den Umstand, dass die Völker abgeräumt werden müssen. Die Honigräume sind idR bei Wirtschaftsvölkern voll mit Bienen, der Brutraum mit 7-8 Rahmen ausgestattet. Die Bienen brauchen Platz in der Kiste und den auch auf Rahmen, deshalb die Kiste einfach mit Mittelwänden voll machen, Futtertrog drauf und Füttern. Die Mittelwände hänge ich dabei ans Brutnest. Die Randwaben sind im Brutraum meist schon zum großen Teil mit Pollen und Futter gefüllt. Sie kommen ganz an den Rand. Lieber jetzt die Kiste vollmachen um Platz fürs Winterfutter zu schaffen, als im Frühjahr Hunger leidende Völker zu haben!

Was mache ich mit Ablegern? Meine Anfang Mai mit einer Brutwabe gebildeten Ableger besetzen jetzt meist fünf bis sechs Rähmchen. Da ist noch a bisserl mehr drin. Deshalb jetzt ein oder zwei Mittelwände zugeben und dünn füttern (1:1). Die Mittelwände werden schön ausgebaut. Bei der folgenden Wintereinfütterung werden diese Waben mit Winterfutter gefüllt und der Ableger hat genügend Heizmaterial für den Winter. Wem sechs Waben für die Überwinterung zuwenig vorkommen, der sollte daran denken, dass es einer Wabenfläche wie bei einem vollen Zandermagazin entspricht. Es werden regelmäßig Völker (Ableger) auf fünf Zanderwaben erfolgreich überwintert!

Varroabehandlung bei all dem nicht vernachlässigen!

Überwinterung bei Dadant

8 Gedanken zu „Überwinterung bei Dadant

  • 25. Juli 2012 um 09:14
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    Soweit ich das sagen kann gilt das übrigens auch für Naturbau. Da hängt man ein oder zwei Leerrähmchen (mit Anfangsstreifen) an die Seite des Brutnestes, dünnes Futter in den Fütterer (also 1:1 oder dünner) und dann brauchts nur ein paar Jungbienen mit Langeweile.

  • 2. August 2012 um 00:19
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    Hallo Reiner,
    gibt es im nächsten Frühjahr dann einen Unterschied zwischen Vollvölkern, die auf 10 Waben überwintert haben, und 6-DD-Wabenablegern?
    LG Said

  • 2. August 2012 um 07:21
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    Hallo Said,
    die Vollvölker machen weniger Arbeit. Die Ableger müssen rechtzeitig in größere Gebinde umgesetzt werden damit sie sich entwickeln können. Je nach überwinterter Bienenmenge kann auch das Futter knapp werden. Falls die Ableger schon in großen Beuten sitzen und die Frühtracht stimmt, entwickeln sich diese prächtig und stehen in der Honigleistung den Vollvölkern nicht viel nach. In jedem Fall ist aber natürlich die Bienenmenge entscheidend!

  • 3. August 2012 um 21:18
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    Danke Reiner für deine Antwort. Ich möchte mir bei meiner kleinen Imkerei keine extra Ableger oder Mini-Kasten für Reserve-Kö antun, daher werde ich dieses Jahr ein Teil meiner Vollvölker auf 12 Waben, auf 2 6-Waben-Ableger aufteilen. Ich muss dann genau aufs Futter achten, wenn alles gut geht, kann ich im Frühjahr Verluste ausgleichen oder vereinigen, Da dürfen 2 vereinigte Ableger einem Vollvolk nicht nachstehen!

  • 19. September 2012 um 10:52
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    … da hätte ich auch noch eine Frage zum Überwintern mit Dadant: Die Oberträger meiner Brutraumzargen sind mit dem Beutenrand bündig. Nun hat man mir gesagt, dass die Bienen, um von einer Wabengasse zur nächsten zu kommen, der Wärme nach gehen. D.h. sie wandern obendrüber. Das können sie bei mir aber nicht weil da ja die Folie liegt. Soll ich jetzt das Absperrgitter als Diztanzhalter auflegen, und so den Bienen Platz schaffen damit sie bei Kälte oben über die Rähmchen gehen können???

    LG Adrian

  • 19. September 2012 um 11:37
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    Mein Vorschlag: Folie weglassen und die 8mm Beespace in den Deckel integrieren. Das funktioniert bei mir hervorragend! Das Absperrgitter würde nur verpappt und verbaut werden, das macht keinen Spass

  • 2. Oktober 2012 um 14:38
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    @Olli:
    mich würde wegen Naturbau und komplette Brutentnahme noch eine Frage interressieren.
    Falls ich die zwei Randwaben, die laut Reiner meist mit Futter gefüllt sind, drin lasse und die restlichen 5 Brutwaben bienenfrei entnehme, würde das Volk (eher Kunstschwarm) mit einer dünnen Fütterung noch 4 Leerrähmchen (mit Anfangsstreifen) problemlos schaffen?
    Die entnommene Brutwaben kommen später nachm Auslaufen, Behandlung und „fast zu tode Auffüttern“ als alte Futterwaben am Rand, so habe ich im Brutraum ausschließlich Naturbauwaben, die nicht älter als 3 Jahre werden. Wäre das realistisch?
    LG Said

  • 2. Oktober 2012 um 14:41
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    Noch eine Ergänzung:
    Werden die Leerrähmchen nachm Abschleudern von dem restlichen „KS“ dann ordentlich gebaut, oder mit Drohnenzellen überfüllt?

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