Ja, nun war es endlich so weit, die Restentmilbung zu starten. Ein schöner Tag mit Temperaturen um den Nullpunkt. Ich träufle schon seit langen Jahren Oxalsäurelösung. Die kurze Störung nehemen die Völker nicht übel.

Leider hat sich bewahrheitet, dass dieses Jahr die Varroa über die Maßen stark aufgetreten ist. Und leider hatte ich meine sonst übliche Kontrolle am 03. Oktober nicht machen können. Dann wäre mir der hohe Befallsgrad wohl noch aufgefallen, vor dem mich ein Kollege schon warnte. Es hat also doch noch einige Völker erwischt, die mit den üblichen Varroasymptomen ausgezogen sind (keine Bienen im Kasten, Futter noch da). Dabei waren auch viele Ableger aus diesem Jahr.Ein Auswaschen des Totenfalls von zwei Völkern zeigte den ausserordentlich hohen Befallsgrad.

Dieses Jahr war in vielen Hinsicht unnormal. Das Wetter im Frühjar zu gut, im Mai/Juni zu schlecht, dann wieder zu heiss und danach zu nass. Die Ernte aus der Blüte erfreulich gut, Wald eher wenig. Und dazu bei mir arge Probleme die Arbeit im Ganzen zu bewältigen. Letzteres war wohl auch der Grund für die misslungene Varroastrategie, die sich sonst nicht von den letzten Jahren unterschied, aber wohl irgendwie nicht paßte. Ad hoc würde ich sagen ich habe zwischen Behandlung 2 und 3 zu viel Zeit verstreichen lassen und eine vierte Behandlung wäre angesagt gewesen.

Von dem abgesehen wollte ich eigentlich schon in diesem Jahr auf eine andere Behandlung umstellen. Das werde ich mit dem in Linz dazu gelernten nun nächstes Jahr machen.

Ein Rückschluss auf robustere Linien unter meinen Bienen läßt sich momentan noch nicht wirklich machen. Das muss ich erst noch mal analysieren. Sind die Elgons wirklich wieder die Survivor? Die neuen Herkünfte scheinen es aber nicht zu sein. Über die vergleichweise geringen Verluste bei den Minis und Apideas freue ich mich natürlich.

Restentmilbung

5 Gedanken zu „Restentmilbung

  • 29. Dezember 2011 um 07:24
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    Lieber Reiner!
    Hoffentlich sind deine Verluste dann im Frühjahr nicht zu hoch. Die Umstellung auf eine andere Behandlung nach Linzer Rezept wirst du bestimmt hier ausführlich Vorstellen. Von dieser Torte möchte sicher nicht nur ich ein grosses Stück geniessen;-)))
    Deine Ehrlichkeit in Bezug auf evtl. Behandlungsfehler der Saison 2011 finde ich vorbildlich – aber bedenke: hinterher ist man immer schlauer und wir alle sind keine Propheten.
    Pred. 3:10+11 kannst du getrost auch auf die Imkerei anwenden. Frei übersetzt: man wird nie auslernen.
    Bis die Tage, LGF

  • 12. Januar 2012 um 19:07
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    Meine Ameisensäurebehandlung gegen Varroa,
    ein Honigglas ohne Papiereinlage, es wird ein Loch von 3 mm in der Mitte des deckels gebohrt.
    Küchenpapier zwei Stück, jedes Stück Papier wird zweimal gefaltet, eins davon so, daß Verdunstungsmenge 8 oder 20 ml stimmt.
    In das Honigglas ca. 100 ml oder mehr, 85% Ameisensäuere, Deckel normal fest zudrehen, mit Loch nach unten auf das gefaltete Küchenpapier aufsetzen auf einen Teller!

  • 26. Januar 2012 um 15:30
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    Sorry, Helmut, ich befürworte solche Basteleien nicht. Warum nicht gleich die Originalmethode des Tellerverdunsters oder Liebigverdunsters verwenden? Exaktere Angaben wäre auch nicht schlecht, 8-20ml ist ein großer Bereich und die Menge sollte auch genau genannt werden. Davon abgesehen sollte berücksichtigt werden, dass 85% AS in DE bislang nur in Ausnahmefällen von Tierarzt verordnet eingesetzt werden darf.

  • 8. Februar 2012 um 21:21
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    Du hast recht, es sind Basteleien, auch das Rähmchen ist mal so enstanden, und es hat sich bewährt, es wurde noch modifziert.
    Eerde mir Liebigverdunster anschaffen um zu vergleichen.
    Die Varroamilbe ist mit der 60% as nicht so gut zu behandeln ca 65% milben, mit 85% as ist der Erfolg ca 95% der Milben.
    Es gibt auch Imker die den Haushaltsschwamm mit 85% as mit 20-40ml verwenden, auch ich.
    So wie es aussieht, habe ich von 17 völkern nur eins verloren, das habe ich mit Haushaltsschwamm behndelt. Verdunstunsmege am tag 8-20 ml nicht überschritten.
    AS-Behandlung gleich nach der Honigernte beginnen!

  • 9. Februar 2012 um 14:27
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    Tierazt für 85% AS, welcher Imker macht das? Die 60% AS hat den Vorteil einer Tollerranzzucht, weil nur besten Völker dadurch oft überleben, bei 60% Anwendung mit ungüstigen Bedingungen, wie zuviel Feuchtigkeit im Kasten!

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