So, das wäre geschafft! Der dreiwöchige Theoretische Teil der Imkerfacharbeiterausbildung liegt hinter mir. Achso, ja, ich mach in Linz/Oberösterreich an der Imkerakademie die Facharbeiterprüfung. Nachdem in Bayern die Ausbildung in Veitshöchheim bei Würzburg wäre (400km) ist Linz deutlich günstiger gelegen (190km). Auch wenn ich die Kurse alle schon mal gemacht habe, schadet es gar nichts nochmal kompakt die ganze Theorie zu repetieren. Man vergisst viel und jeder Referent bringst etwas anders rüber. Ich bin überwiegend sehr angetan (bis auf den Teil „Bienengesundheit“), aber das ist ja nach zwölf Jahren als Gesundheitswart kein Problem. Die Imkerakademie selber ist mit 200 Völkern ausgestattet und nächstes Jahr gibts noch zehn Tage Praxisunterricht. Im September dann vsl. die Prüfung. Dann die Meisterprüfung?!

Zusatz:
Der Kurs kostet 890€ für 5 Wochen Präsenzunterricht. Durch Zuschüsse sinkt der Betrag auf 300€ für Imker aus OÖ. In diesem Haus werden Honiguntersuchungen für die OÖ-Imker für 24€ durchgeführt, beliebig viele. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Referenten hervorragend und man merkt ihnen an, dass sie aus der Praxis kommen, wie z.B ein Bio-Imker mit 200 Völkern, ein Imkermeister der einen Met produziert, der es mit bestem Weisswein aufnhemen kann, ein Betriebswirt der direkt aus der Landwirtschaft kommt, ein Kollege der eine Marke mit Honigprodukten aufgebaut hat und nun Palettenweise nach USA liefern kann und eine Honigfachfrau die internationales Ansehen geniest.
Solche Referenten zu aquirieren ist sicher nicht einfach, zahlt sich aber aus!
Es ist erstaunlich zu sehen, wie das relativ kleine Bundelsnad Oberösterreich und seine 6000 Imker eine solch gute Imkerschule auf die Füße stellen! Wohlgemerkt, die Imkerakademie wird vom Landesverband getragen! Natürlich mit Hilfe saftiger Fördergelder. Trotzdem frage ich mich warum das in Deutschland und speziell in Bayern nicht möglich ist? Warum ist es in DE nicht möglich auf einem „zweiten Bildungsweg“ eine zusätzliche Ausbildung zu machen ohne großes Bohei? In OÖ ist eine gewisse (relativ niedrige) Völkerzahl und eine absolvierte Ausbildung oder ein Studium Voraussetzung um diese Prüfung zum Imkerfacharbeiter ablegen zu können. Es könnte uns doch nichts besseres passieren, als möglichst viele gut ausgebildete Imker in den Vereinen als Multiplikatoren zu haben!

Fachkunde Honig bei Frau Wimmer
Blick aus dem Fenster auf einen kleinen Teil der Völker
Theoretisch ist alles in Ordnung!

2 Gedanken zu „Theoretisch ist alles in Ordnung!

  • 13. Dezember 2011 um 08:59
    Permalink

    wünsche dir weiterhin viel Freude und Erfolg bei dieser Ausbildung!
    LGF

  • 13. Dezember 2011 um 09:28
    Permalink

    Danke vielmals, gestern habe ich den Prüfugstermin bekommen, 02.10.2012, da kann ich aj noch a bisserl lernen, bis dahin. Hausarbeit muss ich auch noch schreiben, mein vorläufiges Thema „Wie kann Imkerei wesensgemäßer und dennoch wirtschaftlich gestaltet werden?“

Kommentare sind geschlossen.