Wie ich schon öfter erwähnt habe, interessiert mich kaum, wie viele Milben während der Behandlung fallen. Für die Völker ist es wichtig, JETZT wenig Milben mit in den Winter zu nehmen. Ich kontrolliere dies mittels der Alkoholwaschmethode. Letztes Jahr wandte ich die Puderzuckermethode an, in der Meinung dabei würden die Bienen nicht getötet. Tatsächlich liegen die gezuckerten Bienen in der Woche danach tot vor dem Flugloch …

In diesem Jahr machten sich viele Imker berechtigte Hoffnungen auf einen geringen Varroadruck. Anfänglich schien dies auch so zu sein. Bei meiner Beprobung staunte ich jedoch nicht schlecht. Natürlich muss ich berücksichtigen, dass die Völker die als  Drohnenvölker auf der Belegstelle dienten einen höheren Befall haben. Die Schere ging jedoch weit auseinander. Die 12 beprobten Völker lagen zwischen unter einem und über 20% Befall. Teilweise lies sich der hohe Befall erklären, manchmal nicht. Ich entschloß mich deshalb noch eine Behandlung durchzuführen, da es die Witterung derzeit erlaubt. Die Restentmilbung im Dezember ist obligat.

Passen Sie bitte ebenfalls auf. Die Milben sind da! „Befallsorientierte Behandlung“ während der Saison kann ganz böse täuschen!

Varroakontrolle 2015

4 Gedanken zu „Varroakontrolle 2015

  • 7. Oktober 2015 um 23:18
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    Hallo Herr Schwarz,
    Bei mir ist es genau so. Windeldiagnose kann ganz schön täuschen. Bei einem Volk natürlicher Milbenfall 0,2 pro Tag. Weil es bei uns kühl war habe ich auf Ameisensäure verzichtet, habe Oxalsäure gesprüht, 700 Milben in 3 Tagen! Dabei dachte ich dieses Jahr wäre der Varoadruck gering. Imkere seit 4 Jahren und habe noch nie ein Volk verloren, aber dieses Jahr kann böse ausgehen für mich:(
    Ich lese ihre Beiträge sehr gern, sie können ruhig bißchen mehr schreiben;)
    Herzliche Grüße

  • 11. Oktober 2015 um 21:51
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    Hallo,
    als Anfänger seit Mitte Mai 2015 habe ich nun auch das Problem der Milbenpräsentz. Ich hatte heute überlegt ob ich nicht Staubzucker in die Wabengassen sieben könnte. Hat das bei den Temperaturen um 10°C negative Folgen für die Bienen? Aufgescheucht durch Ihre Bemerkung, dass die Bienen nach dem Staubzuckertest doch sterben werden.
    Auch habe ich seit ein paar Tagen beobachtet, dass vermehrt abgestorbene Bienen auf der Windel liegen.Normal oder …?
    Herzliche Grüße
    H. Schmidt

  • 13. Oktober 2015 um 09:50
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    Die Puderzuckermethode zur Varroadiagnose ist etwas anders im Vorgehen als das was Sie gemacht haben. Sie können das in der Fachpresse nachlesen. Abgestorbene Bienen auf der Windel sind jetzt nicht unüblich, da die Aktivität der Völker ja nachläßt. Ich würde da JETZT auch nicht öfters in der Woche sondern nur enmal im Monat nachschauen. Sie haben hoffentlich noch eine andere Behandlung als nur mit Staubzucker gemacht …

  • 12. Dezember 2015 um 23:37
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    Hallo Herr Schwarz,
    Danke für Ihre Antwort.
    Ich habe die Staubzuckerbehandlung bei zwei Von 3 Völkern gemacht. In einem Volk hatte ich einen sehr starken Milbenfall, im anderen kaum welche.
    Vorher hatte ich mit AS 60 behandelt. Weil erster Sommer als Bienenhalter etwas spät, aber eben auch nicht sehr erfolgreich.
    Das Nachschauen ist bei mir nicht sehr häufig Allgemein etwa 1 x pro Monat, da die Gefahr des Schwärmens relativ gering war (ausschließlich Schwaärme einlogiert). Ich habe auch immer reichlich Platz und Möglichkeit zum Naturbau gegeben.
    Jetzt sind zwei Jungvplker relativ stark, das dritte ist etwas schwach (sitzt auf 4 Wabengassen). Zu Beginn des Jahres muss ich auch dort auf die Futterversorgung achten. Die anderen sind gut versorgt.
    Ich wünsche eine besinnliche Adventszeit.
    Harald Schmidt

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