Eigentlich ist ein Wörtchen, das es im Deutschen eigentlich gar nicht geben sollte. Aber wie drückt man sonst eigentlich solche Ausnahmesituationen aus?

Also eigentlich, beginnt bei mir die Arbeit bei den Bienen immer so richtig am 01. Mai jeden Jahres. Das werden die Sammelbrutableger für die erste Königinnenzucht zur Ablegerbildung gemacht. Das war auch gestern so, SBA gebildet und 105 Näpfchen umgelarvt, das ist etwas zuviel aber dem diesjährigen Wetter lieber etwas großzügiger sein, dachte ich mir.

Gestern war dann aber der erste große Arbeitsschritt endlich vorbei, der Umzug in eine neue Imkerwerkstatt. Da ich bei mir zuhause keinen Platz dafür habe, hatte ich seit 8 Jahren eine ehemalige Tierarztpraxis als Schleuderraum und Arbeitsraum angemietet. Trotz einiger Mängel leistete mir der Raum gute Dieste, da er nur 200m von zuhause weg war. Nun wechselte das Anwesen den Besitzer und das schöne 100jährige villenähnliche Gebäude muss Eigentumswohungen weichen. Das Gebäude doppelt so groß mit 12 „Wohneinheiten“ statt wie bisher 3 Wohnungen … Wie dem auch sei, das Anwesen mit den schönen alten Äpfel-, Birn- und Kirschbäumen und herrlichem Efeubewuchs an der Begrenzungsmauer wird plattgemacht.

Ich bekam letzets Jahr im Herbst mal eine Kündigung die als „vorläufig“ betitelt war und kein Datum enthielt. Dennoch begab ich mich auf die Suche. Das war gar nicht so einfach. Ende März bekam ich einen Tipp und schnell zugegriffen. Natürlich um 30% mehr Miete und im Nachbarort, aber es hilft nix, ich muss irgendwo hin.

Der Grossteil des Gelumpes war schon umgezogen, fehlte nur noch die Schleuder. Einfach rein in meinen VW-Bus. Von wegen, passt nicht … Das hat man davon wenn mal ein solches Monster kauft. Mehrere Anläufe mit verschiedenen Hängern scheiterten an anderen Problemen. Neulich rief mich die Vermieterin der alten Werkstatt an und meinte ich müsse umgehend raus, es wird mit dem Abriss begonnen. Nett, bis dahin wußte ich eigentlich noch gar nichts, keinen Termin oder so. Allerdings bot sie an mit einem Prtischenwagen die Schleuder zu transportieren. Das nahm ich gerne an und schon stand die Schleuder vor der neuen Werkstatt. In den Lastenaufzug passte sie auch noch, hurra!

Was ein Umzug an Arbeit bedeuten kann ist immer wieder überraschend, aber doch nicht von Nachteil um sich von überflüssigen DIngen zutrennen. Jetzt fehlt nur noch das Regal um alles schön einsortieren zu können …

Umzug

8 Gedanken zu „Umzug

  • 3. Mai 2013 um 07:34
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    Hi Reiner!
    Schön wieder was zu lesen und Glückwunsch zur neuen Werkstatt mit Lastenaufzug (!).
    Wenn ich mich recht erinnere hast jetzt sogar Dusche, Klo und richtige Heizung dabei?!
    Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten 😉
    105 Prinzessinnen ist ein Wort, Respekt.
    Na dann viel Erfolg mit lieben Grüßen
    Frank

  • 3. Mai 2013 um 20:02
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    105 Könignnen – der Hammer 🙂
    Wie weit sind denn eigentlich deine Bienen in den Bergen bei den 7 Zwergen?
    Das hängt ja alles in .de ziemlich nach dieses Jahr und du fängst trotzdem schon an einen SBA zu machen?

  • 4. Mai 2013 um 19:21
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    @fränkle
    Ja, mit Nasszelle! Und Herdplatte habe ich sowieso, wer also das nächste Mal zum Helfen kommt kann dort gleich übernachten 😉

    @Olli
    Die Bienen sind so weit wie sie halt bei dem Wetter sein können – zuwenig weit. Aber das Jahr wird deshlab ja nicht länger und die Wärme kommt mit Macht. Eine Woche später hätte such nicht viel geändert. Und Imker als Kunden sind so ziemlich das ungeduldigste was ich je erlebt habe. Die 105 sind natürlich zuviel für die SBAs. Etwas mehr als 60 Zellen wurden angeblasen. Das ist aber auch nicht so übel 🙂

  • 13. Juli 2013 um 23:13
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    Hey, wie sehen deine Resultate für die Zucht aus, dieses Jahr sind die Ergebnisse der frühen Königinnen eigentlich nicht so dolle.

    Wie war das Schleudern in den neuen Räumlichkeiten, ich hoffe zu stellst von der neuen Werkstatt mal ein paar Fotos ein.

  • 20. Juli 2013 um 21:48
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    Hallo lieber Rainer Schwarz,
    nachdem ich als Neuimkerin mit meinen zwei Buckfastvölkern 88kg Honig geschleudert habe, stellt sich mir nun die Frage, wieviel Ameisensäure muss ich nach dem ersten Auffüttern in den Nassenheiderverdunster pro Wabe in die 10er Dadantbeute geben? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, da ich möglichst nichts falsch machen möchte.

    Liebe Grüße von
    Cordula Höptner-Dresely

  • 21. Juli 2013 um 19:53
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    Bitte informieren Sie sich beim Hersteller des Verdunsters. Ich kann mangels Erfahrung damit keine bealstbare Auskunft geben.

  • 21. Juli 2013 um 19:55
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    Die Königinnen die begattet wurden schauen saugut aus und machen sich auch so. Fotos folgen, vielleicht …

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